Den Bau der Südschleife haben wir uns angesehen - vom Scharfen Kopf aus ging es nun über die in Beton ausgeführte Gegengerade hinter dem zukünftigen Start- und Zielplatz vorbei zur Tribünenkurve. Diese wurde dort angelegt, wo sich heute der Bereich an T13 befindet. Danach ging es geradeaus auf die seit 100 Jahren weltberühmte Nordschleife.
Diese führte vom höchsten Punkt der Strecke über Berge und Täler zum tiefsten Punkt im Adenauer Stadtteil Breidscheid, von dort aus über einen langen Talkessel zur Hohen Acht und später über zahlreiche Kurven sowie die Döttinger Höhe wieder in Richtung Nürburg.
Der erste Abschnitt der Nordschleife wurde nach einem Bach neben der Strecke benannt und trägt bis heute den Namen Hatzenbach. Das tückische Kurvengeschlängel war damals, anders als heute, von dichtem Tannenwald umgeben.
Für die Arbeiter stellte dieser Bereich der Strecke vor 100 Jahren eine große Herausforderung dar: Der Untergrund bestand aus sumpfigem und wasserundurchlässigem Boden, welcher aufwändig entfernt und durch Geröll ersetzt werden musste. Am Ende des Geschlängels mussten erst große Bäume gefällt werden, welche dem Abschnitt wiederum seinen Namen gaben: Hocheichen.
ℹ️ Der Nürburgring wurde 1927 eröffnet. Wir blicken bei der #Roadto100 bis in unser großes Jubiläumsjahr immer wieder auf verschiedene Meilensteine unserer langen Geschichte zurück!

